Studien zu Lava™ Chairside Oral Scanner C.O.S.

Vergleich digitaler und konventioneller Abformsysteme hinsichtlich Randgenauigkeit

1119 Vergleich digitaler und konventioneller Abformsysteme hinsichtlich Randgenauigkeit

G. KUGEL, N. CHAIMATTAYOMPOL, R. PERRY, S. FERREIRA, S. SHARMA, J. TOWERS, and P. STARK, Tufts University School of Dental Medicine, Boston, MA

Ziel: Das Ziel der Studie war ein Vergleich der Randgenauigkeit und Passung von Gerüsten aus Lava™ Zirkonoxid (3M ESPE), die auf Grundlage von mit dem Lava™ Chairside Oral Scanner (LCOS) generierten Daten und einer Abformung mit Polyvinylsiloxan (PVS) Abformmaterial gefertigt wurden.

Methode: Zahn 46 wurde mit einer umlaufenden Hohlkehle präpariert und auf ein einartikuliertes Modell (Typodont) gesetzt, um eine klinische Situation nachzustellen. Ein digitaler Datensatz diente als Grundlage für die computergestützte Fertigung von Kopien des präparierten Zahns 46 (N=30). Alle Modelle wurden nach dem Zufallsprinzip zwei Gruppen zugeordnet (N=15/Gruppe), Gruppe A: LCOS, Gruppe B: PVS (Aquasil Ultra Heavy and LV Fast Set, Dentsply). Die Abformungen wurden durchgeführt, ihre Genauigkeit von zwei ausgebildeten Zahnärzten bewertet und anschließend an ein Dentallabor gesendet. Die LCOS Abformungen wurden verwendet, um im stereolithografischen Verfahren Kunststoffmodelle zu fertigen. Auf Grundlage der PVS-Abformungen wurden Gipsmodelle (Typ IV) hergestellt. Alle Modelle wurden verwendet, um Gerüste aus Lava™ Zirkonoxid zu fertigen. Die Gerüste wurden eingesetzt und mit dem Finger durch leichten Druck gehalten. Die qualitative Messung der Randgenauigkeit erfolgte an vier vorher festgelegten Stellen (Mitte-bukkal, Mitte-lingual, Mitte-distal und Mitte-mesial ) nach USPHS-Kriterien. Die Abstufung in Alfa, Bravo, & Charlie wurde nach visueller und taktiler Prüfung vorgenommen. Die Ergebnisse wurden von zwei Prüfern in dreifacher Lupenvergrößerung anonym gemessen.

Ergebnisse: Der Mann-Whitney-U-Test wurde eingesetzt, um den Einfluss der Abformsysteme auf die Gerüste und ihre Randintegrität zu analysieren. Es wurden an keiner der vier Stellen statistisch signifikante Unterschiede zwischen den beiden Abformsystemen festgestellt. Sowohl mesial als auch distal zeigte sich mit dem digitalen Verfahren ein leichter Trend zur verbesserten Integrität. Die Ergebnisse waren jedoch statistisch nicht signifikant (0,07 beziehungsweise 0,15).

Fazit: Die Verwendung des LCOS stellte sich in dieser in vitro Studie als gleichwertig zum PVS Material dar. Weitere klinische Untersuchungen sind notwendig, um das neue System zu validieren. Unterstützt durch einen Zuschuss von 3M / ESPE.



1060 Genauigkeit von 3M Brontes stereolithografischen Modellen im Vergleich zu Gipsmodellen

M. OGLEDZKI¹, K. WENZEL2, E. DOHERTY¹, and G. KUGEL¹, ¹Tufts University, Boston, MA, 23M ESPE, Lexington, MA

Ziel: Ziel der Studie war der Vergleich von Ganzkiefermodellen, die auf Grundlage eines digitalen Intraoralscanners (dem Lava™ Chairside Oral Scanner (C.O.S.)) hergestellt wurden, mit Modellen, die auf konventionelle Weise nach Abformung mit einem VPS Abformmaterial von 3M ESPE aus Gips des Typs III (Labstone von Heraeus Kulzer) gefertigt wurden.

Methode: Unter Verwendung des Lava™ C.O.S. wurden drei Oberkiefermodelle aus Chrom-Kobalt, A, B, und C, jeweils drei Mal eingescannt, um 9 stereolithografische (SLA) Modelle herzustellen. Zudem wurden die drei Oberkiefermodelle mit Imprint Light Body und Regular Body VPS Abformmaterialien von 3M ESPE abgeformt und jeweils drei Mal mit Gips (Typ III) ausgegossen. Die 9 SLA- und 9 Gipsmodelle wurden anschließend mit dem Laborscanner Lava™ Scan ST eingescannt, um digitale Darstellungen der 18 Modelle zu erhalten. In der grafischen Analysesoftware Geomagic Studio wurden die digitalen Aufnahmen der 18 Modelle mit digitalen Referenzbildern verglichen. Diese waren zuvor von einer unabhängigen Person durch Scannen der 3 Originalmodelle aus Metall erzeugt worden.

Ergebnisse: Die Ergebnisse sind in Mikrometern in Tabelle A dargestellt. Der Vergleich basierte auf den durchschnittlichen positiven sowie durchschnittlichen negativen Abweichungen von den Referenzmodellen, angegeben in Mikrometern.

Tabelle A: Ergebnisse der Genauigkeitsstudie, angegeben in Mikrometern.

Modell Durchschnittliche positive Abweichung Durchschnittliche negative Abweichung Standardabweichung
Durchschnitt Gipsmodell 34.50 -51.69 67.43
Durchschnitt SLA-Modell 36.43 -49.42 56.66

Fazit: Die Scandaten zeigen keine signifikanten Unterschiede zwischen den Modellen, die unter Verwendung des Intraoralscanners und des konventionellen VPS Materials hergestellt wurden.

Vergleich digitaler und konventioneller Abformsysteme anhand einer Multifaktor-Analyse

12 Zahnärzte wurden trainiert und angewiesen, eine digitale sowie eine konventionelle Abformung durchzuführen.

Beide Abformungen wurden an ein Labor geschickt und Restaurationen gefertigt.

  • Die Restaurationen, die auf Grundlage der konventionellen und der digitalen Abformung hergestellt wurden, markiert das Labor nach Zufallsprinzip mit „A“ oder „B“. Die klare Zuordnung wird schriftlich festgehalten.
  • Beide Restaurationen und ein leeres Formular zu Bewertung werden direkt an die Zahnarztpraxis für die Eingliederung geschickt.

Der Zahnarzt bewertet beide Restaurationen („A“ versus „B“) während des Termins für die Eingliederung. Die Ergebnisse werden auf dem Bewertungsformular festgehalten und anschließend an 3M ESPE gesendet.

Lava™ C.O.S in vivo Untersuchungsergebnisse

Grund für die Präferenz

Wenn die digitale Abformung ausgewählt wurde, gaben die Zahnärzte folgende Gründe für die Wahl an:

  • Weniger Nachbearbeitungen notwendig
  • Passung
  • Randschluss
  • Kontakte
  • Okklusion
  • Keine Unebenheiten

Grund für die Auswahl Gesamt %
Weniger Nachbearbeitungen notwendig 22.5
Passung 19.7
Randschluss 19.7
Kontakte 12.7
Okklusion 12.7
Keine Unebenheiten 2.8
Keine Gründe 9.9

Interne Untersuchungen durch 3M ESPE

Fazit: In einer Blindstudie wurden Restaurationen, die auf Grundlage von Lava™ C.O.S.-Daten gefertigt wurden, den Restaurationen nach Abformung mit VPS Abformmaterial vorgezogen.

Lava™ C.O.S. Untersuchung der Reproduzierbarkeit

Untersuchung zur Überprüfung der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse bei wiederholter Aufnahme einer Präparation mit einem einzigen Lava™ C.O.S. Handstück über einen Zeitraum von zwei Wochen.

Ziel: Feststellen der Reproduzierbarkeit von Ergebnissen mit dem Lava™ C.O.S. durch Aufnahme einer Präparation mit einem einzigen Handstück über einen Zeitraum von zwei Wochen.

Methode:

  • Wiederholtes Scannen einer Präparation eines Frontzahns (25 x) und Messung der Abweichungen mit Geomagic (Modell ADT-09)
  • Wiederholtes Scannen einer einzelnen Präparation im Seitenzahnbereich (25 x) und Messung der Abweichungen mit Geomagic (Modell ART-31)
Lava™ C.O.S. Untersuchung der Reproduzierbarkeit
Lava™ C.O.S. Reproduzierbarkeit – Beispiel aus ADT – 09 Frontzahn
Lava™ C.O.S. Reproduzierbarkeit – Beispiel aus ADT – 31 Seitenzahn

Lava™ C.O.S. Reproduzierbarkeit Zusammenfassung

Bei 25 wiederholten Scans einer Front- und einer Seitenzahnpräparation über einen Zeitraum von zwei Wochen zeigten sich folgende Ergebnisse:

  • Reproduzierbarkeit im Frontzahnbereich:
  • Ø 5.8 µm, Standardabweichung 1,3 µm
  • Reproduzierbarkeit im Seitenzahnbereich:
  • Ø 10.9 µm, Standardabweichung 3,5 µm

In dieser Studie zur Untersuchung der Reproduzierbarkeit der Genauigkeit zeigte sich eine Präzision von 6 µm bis 11 µm für den Lava™ C.O.S.