PMMA Color

Indikation

Kunststoffkronen, -brücken und -gerüste für den provisorischen Zahnersatz für den Seitenzahnbereich nach DIN EN ISO 10477 (Zahnheilkunde – Kronen- und Brückenkunststoffe)

Vorteile

• Abrasionsstabil
• Hoch bruchfest
• Plaque resistent und Biokompatibel
• Farbtreue und hohe Transluzenz
• Hohe Wirtschaftlichkeit
• Hohe Biegefestigkeit

Varianten

• B1
• A
• B
• C
• A4
• B4

(A1 - B1)
(A2 - A3)
(B2 - B3)
(C2 - C3)
(A3,5 - A4)
(B3,5 - B4)

Modellation

Bei der Konstruktion von Kronen-, Brückengerüsten dürfen folgende Parameter nicht unterschritten werden:

• Mindest-Wandstärke (cervikal): 0,6 mm
• Mindest-Wandstärke (okklusal): 1,2 mm
• Verbinderquerschnitt im Frontzahnbereich: 10 mm²
• Verbinderquerschnitt im Seitenzahnbereich: 16 mm²
• Im Seitenzahnbereich nicht mehr als zwei Zwischenglieder zwischen zwei Pfeilerzähnen positionieren. 

Ausarbeitung

Um Pass-Ungenauigkeiten nach der Gerüstherstellung zu vermeiden, sollte während des Ausarbeitens und Polierens starke Wärmeentwicklung vermieden werden.

Die Restaurationen können mit geeignetem Silikonpolierer und Ziegenhaarbürsten vorpoliert werden. Die Hochglanzpolitur erfolgt mit für diesen Zweck empfohlenen Diamant-Polierpasten. Zur Vermeidung von Plaque-Akkumulation ist eine sorgfältig durchgeführte Politur eine unabdingbare Voraussetzung.

Chemische Zusammensetzung

Ein industriell auspolymerisiertes, thermoplastisches PMMA aus hoch entwickelten copolymeren Kohlenstoffketten. Das reine Polymethylmethacrylat (PMMA), ohne Zusatzstoffe, ist ein reines Polymer, welches keine toxischen und allergenen Stoffe enthält.

Reinigung

Bei allen Kunststoffen und Composites, die als Gerüstmaterial, oder für Verblendungen eingesetzt werden, sollte das Abdampfen vermieden werden. Dieses stellt eine zu hohe Hitze- und Druckbelastung dar. Ultraschallgeräte, sowie mechanische Reinigungsmöglichkeiten, bieten sich als Alternative an. Beim Ultraschallgerät sollte mit einer kurzen Verweildauer von ca. 1 min, und einer Temperatur von max. 40°C gearbeitet werden. Die Zugabe von Reinigungslösungen sollte nur in geringer Konzentration vorgenommen werden.

Individualisierung

Individuelle ästhetische Adaptionen sind durch das Einsetzen von Composites möglich. Zur Individualisierung werden die entsprechenden Bereiche so reduziert, dass ein fließender Übergang zum Basismaterial möglich ist. Dabei dürfen nicht mehr als 0,3 - 0,5 mm abgetragen werden.

Als Schleifkörper sollten ausschließlich feinverzahnte Hartmetall-Fräser verwendet werden. Die geschliffene Oberfläche muss sorgfältig gereinigt und mit einem geeigneten Bonder benetzt werden. Die weitere Verarbeitung der Verblendmaterialien ist den Herstellerangaben zu entnehmen.